Ausstellungen
auf Schloss Weesenstein

Das Schlossmuseum

Festsaalarchitektur auf dem Dachboden, Pferdeställe in der fünften Etage, darunter die Kellergewölbe und noch ein Stockwerk tiefer gelegen die herrschaftlichen Wohnräume: In Schloss Weesenstein scheint alles Kopf zu stehen, denn das Gebäude wuchs von oben nach unten. Das Fundament des Schlossturms, der älteste Teil Weesensteins, liegt fünf Etagen über dem Jahrhunderte später gebauten klassizistischen Wintergarten.

Heute lädt unsere Dauerausstellung zu einer Reise in die sächsische Vergangenheit ein. Jedoch in umgekehrter Reihenfolge, denn: Der Weg ins Mittelalter führt nach oben.

Unterschloss: Fürstliche Wohnräume des 18. und 19. Jahrhunderts

Das Wohnzimmer der Königin Amalie Auguste
Das Wohnzimmer der Königin Amalie Auguste

Das in der Renaissance als zweiflüglige Schlossanlage gebaute und im Barock überformte Unterschloss beherbergt die herrschaftlichen Wohnräume. Die kulturhistorisch bedeutsamen Repräsentationszimmer, reich ausgestattet mit originalem Mobiliar, schmückenden Accessoires und vor allem historisch wertvollen Tapeten suchen über Sachsens Grenzen hinaus ihres gleichen. Bemerkenswert ist zudem die nach 1850 eingerichtete Katholische Kapelle König Johanns. Entdecken Sie im Unterschloss das Lebens- und Wohngefühl des sächsischen Königshauses im 19. Jahrhundert!

Die Burg: frühe Geschichte Weesensteins

Die »Keller« der historisch älteren Burganlage
Die »Keller« der historisch älteren Burganlage

Über ein Treppenhaus gelangen Sie vom Unterschloss in die »Keller« der älteren Burganlage. Dunkle, von starken Mauern umgebene wehrhafte Räume, geben Auskunft über die frühe Geschichte des Hauses Weesenstein und seine ersten Besitzer, die Burggrafen von Dohna. Des weiteren illustriert die Ausstellung die Geschichte der Familie von Bünau. Erfahren Sie anhand zahlreicher an authentischer Stelle gezeigter Exponate, wie die Bünaus die Kulturlandschaft Sachsens und Böhmens prägten, und erhalten Sie einen Eindruck vom niederadeligen Leben und Arbeiten in der Renaissance und dem Barock.

Die evangelisch-lutherische Schlosskapelle: Barocke Pracht

Innenansicht der evangelisch-lutherischen Schlosskapelle in Weesenstein
Innenansicht der evangelisch-lutherischen Schlosskapelle in Weesenstein

Die barocke Schlosskapelle bildet den architektonischen und künstlerischen Höhepunkt der gesamten Anlage. Nach den Wünschen der Familie von Bünau ersetzte der 1741 feierlich geweihte repräsentative Kirchenneubau eine kleine gotische Kapelle. Baumeister war Johann George Schmidt, Schüler und Nachfolger des Erbauers der Dresdner Frauenkirche, George Bähr.

Ursprünglich beherbergte die Kapelle eine kleine Schlossgemeinde und stand auch protestantischen Gästen des Hauses offen. König Johann von Sachsen, der sich  selbst  um 1850 eine kleine katholische Kapelle im ehemaligen Waschhaus einrichten ließ, öffnete die Schlosskapelle 1870 den Weesensteiner Dorfbewohnern als Pfarrkirche. Heute gehört die Schlosskapelle zum Pfarrbezirk Burkhardswalde. Es finden regelmäßig Andachten und Konzerte statt.

Sonderausstellung: "Früher war mehr Lametta"

Feste und Bräuche in Sachsen und Böhmen

29. Oktober bis 19. März 2017

Der Ausspruch in einem Sketch des berühmten Komikers Loriot mahnt den Wandel der Festkultur im Laufe der Zeiten an. Doch besitzen Traditionen trotz historischer Umbrüche einen wichtigen Platz in unserem Alltag. Vor allem Weihnachten und Ostern sind unentbehrliche Größen im Festkreis des Jahres geblieben.

Das Kirchenjahr kennt keine Monate oder Jahreszeiten. Stattdessen besteht es aus wiederkehrenden Festkreisen und Festtagen. Die kurzweilige Schau erinnert mit authentischen Exponaten an eine Vielfalt von besonderen Bräuchen und Ritualen beiderseits der Grenze und beleuchtet dabei auch jüngere Tendenzen der Festkultur. Natürlich wird erzgebirgische Schnitzkunst gezeigt, aber auch böhmischer Glasschmuck und sorbische Ostereier.

Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Eintritt:

  • Eintritt 6,00 EUR
  • Ermäßigter Eintritt 3,00 EUR
  • 2 Erwachsene und maximal 4 Kinder: 14,00 EUR
  • 1 Erwachsener und maximal 2 Kinder: 8,00 EUR
  • Gruppentarif (ab 15 Personen): 4,50 EUR
  • Gruppentarif Schüler: 2,00 EUR
  • Jahreskarte Schloss Weesenstein: 12,50 EUR (berechtigt zum Besuch des Museums sowie zum Erwerb der Veranstaltungs- und Führungskarten zum ermäßigten Preis)
Führungsentgelt
  • Audioguide: 2,00 EUR
Freier Eintritt
  • Kinder bis 5 Jahre
  • Geburtstagskinder
  • Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen »B« im Schwerbehindertenausweis
  • Reiseleiter
  • Buskraftfahrer mit Reisegruppen
  • eine Begleitperson pro 10 Schüler und
  • Medienmitarbeiter jeweils mit Nachweis
  • Inhaber schlösserlandKARTE

Öffnungszeiten

April bis Oktober
  • täglich: 10:00 - 18:00 Uhr
November bis März
  • Di - So: 10:00 - 16:00 Uhr
  • 24.12. und 25.12: geschlossen

Änderungen vorbehalten.